Raus aus dem Komfort, rein in die Wildnis

Sechste Klasse der Mittelschule war eine Woche im Wildniscamp

Eine Klassenfahrt der besonderen Art unternahm die 6a der Mittelschule Mitterfelden in der Woche vor den Osterferien. Begleitet von zwei Lehrkräften und der Sozialpädagogin ging es mit dem Zug in das Wildniscamp Falkenstein im Bayerischen Wald. Dort hieß es dann „viel Spaß mit weniger Komfort“.

Wildniscamp2Web

Nach einer fünfstündigen Anreise und einer fast einstündigen Wanderung zum Camp erwarteten die Schüler fünf verschieden gestaltete, im Wald verstreute Hütten. Das Besondere: In allen Hütten gab es keinen Strom und keine Toilette. Dafür sorgte in drei Unterkünften ein Holzofen am Abend für behagliche Wärme, morgens war es dann allerdings in allen Hütten ziemlich frisch. Eingepackt in Schlafsack und Decken meisterten die Schüler diese Herausforderung trotz der kühlen Außentemperaturen. Gegessen wurde gemeinsam im Hauptgebäude, hier gab es auch Toiletten und Duschmöglichkeiten sowie den gewohnten elektrischen Strom.

Tagsüber beschäftigten sich die Schüler in Kleingruppen, von geschultem Personal vor Ort begleitet, mit der Natur und in der Natur. Eine Wanderung zum Haus zur Wildnis, wo im Freigehege unter anderem Wölfe beobachtet werden konnten, rundete die Woche ab.

Wildniscamp1Web

Ohne elektronische Geräte, besonders ohne Handy und damit ohne Kontakt zu den Eltern, kam bei dem ein oder anderen Schüler etwas Schwermut und Heimweh auf. Trotzdem bewältigten alle diese besondere Situation und konnten damit einen Schritt hin zum Erwachsenwerden machen. Mutmacher waren unter anderem die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer und am Kamin, wo mit kräftigem Gesang und dem ein oder anderen Tanz ganz nebenbei noch die Klassengemeinschaft, gestärkt wurde. Erfahrungen in der Natur, wenig Komfort und trotzdem oder gerade deswegen eine starke Gemeinschaft – das werden die Schüler lange nicht vergessen.