Kennenlerntage der 5a auf der Rabenmoos Alm

 

Drei aufregende Tage liegen hinter der Klasse 5a der Mittelschule Mitterfelden und ihrem Klassenleiter Herrn Wolf. Sie verbrachten diese auf der bei Ruhpolding gelegenen Rabenmoos Alm im Rahmen der schulinternen Kennenlerntage. Die aus drei verschiedenen Grundschulen stammenden Kinder hatten die Gelegenheit, sich und ihre Lehrer besser kennenzulernen, eine Klassengemeinschaft zu werden und dabei noch viel zu erleben.

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Die Anreise wurde umweltschonend mit dem Zug ab Ainring absolviert. Vom Bahnhof Ruhpolding aus ging es dann weiter zu Fuß auf die 960 m hoch gelegene Alm, wo nach dem anstrengenden Aufstieg die Zimmer bezogen und die nähere Umgebung erkundet wurde. Da waren u.a. ein Baumhaus, eine Lagerfeuerstelle, ein Seilparcours, eine riesige Schaukel im Wald und ein Indianertipi zu entdecken.

Nach den ersten Besprechungen und teambildenden Angeboten mit ihren Lehrern Herrn Wolf, Frau Pfaffinger und Sozialpädagogin Frau Klotz musste das Abendessen zubereitet werden. Dabei wurde fleißig zusammengeholfen und miteinander gearbeitet. Jeder Schüler hatte seine Aufgabe, so dass die selbstgemachten Spaghetti mit Tomatensoße ein voller Erfolg wurden und die Kinder es sich richtig schmecken lassen konnten. Beim Kauf der Produkte wurde darauf geachtet, dass sie ausschließlich aus regionaler Herstellung stammten. Genauso emsig gestaltete sich das Abräumen und der unvermeidliche Abwasch. Ihren ersten wohlverdienten Almfeierabend verbrachte die Klasse am Lagerfeuer mit Gitarrenmusik und selbst erzählten Geschichten.

Am nächsten Morgen erwartete die Schüler nach dem Frühstück ein Naturprogramm der besonderen Art. Der Waldpädagoge der Rabenmoos Alm Andreas Wöhl kam zu Besuch und weihte die Klasse in die Kunst des Navigierens und der Orientierung mit dem Kompass ein. Er gab den Auftrag, den nahe gelegenen Zellerberg auf direktem Weg durch den Wald nur mit Hilfe des Kompasses und einer Karte zu erreichen. Jeder einzelne musste dabei mithelfen und seinen Kameraden die Richtung genau angeben. Die Klasse erledigte die Aufgabe mit Bravour und selbst der erfahrene Waldpädagoge sprach von einer nie erlebten „Punktlandung“ auf dem Gipfel. Dort wurde selbstverständlich ein Eintrag ins Gipfelbuch vorgenommen. Auf dem Weg dorthin erfuhren die Schüler viel Interessantes über Pilzarten, Tiere des Waldes, die Zusammensetzung des Lehmbodens und erhielten fachmännische Antworten auf all ihre Fragen. Nebenbei bekamen sie Anregungen, wie sie selbst den Wald mitgestalten können und versuchten sich erfolgreich an etwas Landart.

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Der Rest des Nachmittags wurde mit einem pädagogischen Programm unter Leitung von Frau Klotz vom KJSW München e.V. gestaltet. Das Ziel hierbei war die Bildung gegenseitigen Vertrauens, Kommunikation untereinander und die Stärkung der Gemeinschaft. Den Schülern sollte klar werden, dass jeder Einzelne dazu etwas beitragen kann und muss.

Anschließend wurde noch einmal gemeinsam gekocht. Auf dem original restaurierten Holzknechtofen wurden mit viel Fleiß und Mühe Käsespätzle für alle Anwesenden bereitet. Die gut gefüllten gusseisernen Pfannen wurden begeistert angenommen. Nach einem anstrengenden Tag klang der Abend noch einmal am Lagerfeuer unter einem herrlichen Sternenhimmel aus.

Der dritte Tag war vom Aufräumen und der Reinigung der Alm geprägt. Jedes Zimmer bekam noch ein bestimmtes Revier inner- oder außerhalb des Gebäudes zugeteilt, wofür seine Bewohner zuständig waren. Natürlich wurde wieder fleißig zusammengeholfen, um alles sauber zu hinterlassen. Gegen Mittag wurde der Abstieg in Angriff genommen und die Heimreise angetreten. Als die Schüler am Bahnhof von ihren Eltern abgeholt wurden, konnten sie von erlebnisreichen Tagen berichten.